Einsicht


oder so:

ich glaube, Kleidung nähen ist nicht so ganz mein Ding.

Es passt nicht, ist zu weit oder zu eng, ich kann Schnitte nicht alleine verändern, so dass es am Ende nicht mehr alles zu weit oder zu eng ist, oder die Ausschnittblende zu weit herumschlackert. Oder, worst case: es steht mir ganz und gar nicht.

Es frustriert mich über die Maaßen, etwas zu tun, das ich nicht richtig kann, und es wird auch nicht besser durchs Wiederholen. Ich nähe gern, so ist es nicht, ich nähe sogar sehr gerne. Ich finde auch viele Kleider ganz toll und auch Jacken und Hosen und Röcke- und dann kriege ich alle paar Jahre wieder die Eingebung, genau dieses Teil doch mal selber zu nähen. Das Ergebnis ist meistens dasselbe.

Die Alternative ist, einen Nähkurs zu machen, das bieten die hier im Stoffladen auch laufend an. Vielleicht wäre das mal gar nicht so übel.

Zwischenzeitlich habe ich dann wieder das genäht, was einigermaßen gut klappt und was mir wirklich Spaß macht: Kleinkram wie Kissen, Vorhänge, Taschen usw.

IMG_7687

Ja, da fehlen noch die Knöpfe.

Da gibt es keine labberigen und zu weiten Ausschnitte oder zu enge Armlöcher, wie schön.

Ist zwar nicht die Hohe Schule der Nähkunst, aber es macht mir Spaß und ich tue es gern. Und darauf kommt es letztlich an, finde ich.

Ich bewundere weiter alles, was bei Cat & Kascha immer wieder mittwochs zum MMM zu sehen ist

Advertisements

Über grenzgebiete

Ich bin vor Anfang 2011 von Berlin nach Bayern gezogen und noch nicht sicher, ob das eine gute Idee war. Update: so allmählich ruckelt es sich hier ein ...... und gefällt mir immer besser! Gelegentliches Heimweh nach Berlin inclusive. Update II: seit Dezember 2015 lebe ich wieder in Berlin......das Heimweh war stärker.....
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Einsicht

  1. Helga schreibt:

    Hallo!
    Zu deinem Post zum MMM dieser Woche möchte ich dir gerne antworten:
    du hast soooooo recht mit dem was du schreibst. das Montieren der Kleider ist schnell erfasst und die Tricks dabei sind für eine intelligente Frau keine Hürde.
    ABER es passend in die eigene individuelle 3dimensionale Form zu gießen……. hmm
    Und das mit dem Wiederholen, da sagst du auch was Wahres. Wiederholungen sind das Wichtigste, aber bringen nur dann was, wenn man sich gleichzeitig auch Wissen aneignet, technisches Wissen und dieses geduldig einübt. Ich weiß das, weil ich in der musikalischen Pädagogikschiene tätig bin. Nicht umsonst muss man 10 bis 20 Jahre an einer Kulturtechnik arbeiten bis man sie beherrscht. Heutzutage geistert die fixe Idee herum, dass man alles schnell schnell können muss, in der Freizeit bleibt nicht viel Zeit. Man nimmt sie sich nicht. Aber auch, wenn man etwas auf der nicht professionellen Ebene betreibt (damit meine ich, sich sein Geld nicht damit verdient), ist ein Mindestmass an Lernenergie notwendig, um für den Hausgebrauch einigermaßen arbeiten zu können..
    Ich selber nähe hobbymäßig seit meinem Teenageralter immer wieder schubweise. Nun bin ich schon 60x durch winterliche Zeiten gegangen 🙂 Immer wieder reizte mich von Neuem das Nähen. als meine Kinder klein waren, war es echt schön, für die zu nähen. Deren Körperformen stellen auch keine hohen Anforderungen. Für mich schmiss ich nach erfolglosen Versuchen nach einiger Zeit alles immer wieder hin, bis ich den buchstäblichen Faden doch wieder aufnahm.
    Dann gab es 2006/07 von Bernina das myLabel Softwareprogramm neu auf dem Markt. Recht teuer finde ich (390,- €), aber dennoch lernt man was über Schnittkonstruktion und Passformoptimierung. Man muss aber nur das Notwendigste erfassen. Eine amerikanische Bernina-Mitarbeiterin hat detaillierte schriftliche Anweisungen dafür herausgegeben, die echt ein Aha! auslösten bei mir.
    Zwei Wochenenden in Steckborn haben mir dann zusätzlich sehr geholfen.
    Ich kenne meine Firgur jetzt besser, weiß wo ich ansetzen muss um zu ändern. Ich kann das Programm sehr empfehlen. Ich musste mich aber damit intensiv beschäftigen. Es gibt aber andere Haus- und Hobby-Schneiderinnen, die sind schneller zurechtgekommen. Hängt von der Figur ab und vom Vorwissen. Jedenfalls habe ich damit gelernt, T-Shirts und Hosen gut passend hinzukriegen. Und das ist auch meine Erkenntnis: sich zu beschränken auf überschaubare Aufgaben. Keine Ballkleider mehr….. lach! Insofern machst du es genau richtig mit deinen wirklich hübschen kleinen Teilen. Derzeit hat die neue Welle der japanischen Schnittbücher mich in Beschlag genommen. Einfache Schnitte, sehr effektvoll, nicht so arg figursensibel. darum traue ich mich mal wieder, weil Hosen auf ewig sich auch ausleben.
    Zwischen deinen Zeilen ahne ich herauszulesen, dass du bestimmt wieder ans Kleidernähen herangehen wirst. Ich bin gespannt. Nur Mut!
    Was mich nur wundert, ist, dass die DIY-Damen , die sich bei Cat versammeln, offenbar perfekt alles meistern. Aber wer weiß. Man kriegt ja keinen Blick hinter die Kulissen gegönnt. Und die Photos, genau betrachtet, geben schon ein wenig preis, was da manchmal nicht ganz stimmt. Viele nehmen es nicht so genau, verkaufen sogar ihre „Werke“….. Aber das ist ein anderes Thema.
    Liebe Grüße
    Helga
    auch aus Bayern (Allgäu)
    wo in Bayern lebst du denn?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s