Geklaut


Irgend etwas an diesem Text hat mich direkt angesprochen, einige Passagen treffen genau den springenden Punkt und nageln ihn fest:

„Du weißt, dass nichts getan werden kann, du weißt, dass das Tun nur stört; noch hältst du dich ans Denken, fährst du fort, dir zu wünschen, dass es so ginge, dass etwas getan werden könne – vielleicht, eventuell. Und du weißt die ganze Zeit, dass es so nicht geht, denn es ist keine Frage des Tuns. Aber dennoch spürt das Herz weiter, dass es vielleicht einen Weg geben mag.

Man hängt wie im Nebel. Aber auf diese Art wächst man. Nichts kann getan werden, und ich weiß, dass sich auch nichts an dem Denken ändern lässt, dass da fortfährt anzunehmen, es könne vielleicht doch etwas getan werden. Auch daran kann nichts getan werden. Daher akzeptiere auch das; auch das ist Teil des Herzschmerzes. Akzeptiere, was immer es ist; und im totalen Akzeptieren ist die Umwandlung. Entspanne dich. Kämpfe nicht. Denk daran, es ist sehr subtil. Denn sobald ich “Entspanne dich.” sage, denkst du jetzt, dass du nicht denken sollst: “Jetzt soll ich nichts tun; jetzt ist mir sogar nicht erlaubt, darüber nachzudenken, was zu tun ist.” Dann hast du mich missverstanden.

Wenn ich sage: “Entspanne dich.”, meine ich: “Entspanne dich; was immer passiert, – lass es los.” Ich sage damit nicht … Denn wenn du anfängst zu glauben, dass Loslassen bedeutet, dass du nicht darüber nachdenken darfst, was getan werden soll, dann fängst du an, mit dem Gedanken zu kämpfen, der ja immer wieder kommen wird: “was tun?” Du wirst damit zu kämpfen anfangen. Loslassen bedeutet einfach: kein Kampf.

Jetzt wird die Sache sogar noch subtiler. Wenn der Kampf kommt, was wirst du tun? Lass los, lass den Kampf da sein. Das ist eine sehr feine Sache, dass du das Kämpfen sein lässt, auf welcher Ebene du auch immer zu kämpfen beginnst. Verstehst du mich? Wenn ich sage: “Lass das Kämpfen sein.”, dann fang nicht an, es sein zu lassen; denn dann lässt du es nicht sein, dann hast du einen neuen Kampf gegen den Kampf angezettelt.

Es ist ungeheuer wichtig. Lass es mich wiederholen. Ich sage dir, nicht zu kämpfen, aber der Kampf kommt. Was also tust du? Lass ihn kommen. Und ich habe dir gesagt, nicht zu kämpfen, und trotzdem kommt der Kampf. Was sollst du jetzt tun? Lass ihn kommen. Genau das meine ich, wenn ich sage: “Kämpfe nicht.” Auf welcher Ebene auch immer der Kampf beginnen mag und du lässt dich verwickeln und wirst von dem, was sonst passiert, getrennt – das tu nicht. Entspanne dich. Lass es da sein, was immer es ist, und nach und nach wird dir bewusst werden, dass das die einzige Art ist, wie du sein kannst, die einzige Art, glückselig zu sein, und die einzige Art, gesegnet zu sein. Eine völlig andere Fülle wird erreicht, wenn du dich entspannst.“

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Über grenzgebiete

Ich bin vor Anfang 2011 von Berlin nach Bayern gezogen und noch nicht sicher, ob das eine gute Idee war. Update: so allmählich ruckelt es sich hier ein ...... und gefällt mir immer besser! Gelegentliches Heimweh nach Berlin inclusive. Update II: seit Dezember 2015 lebe ich wieder in Berlin......das Heimweh war stärker.....
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Eine Antwort zu Geklaut

  1. Träumerin schreibt:

    Spricht mich sich sehr an, toller Text!

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