Auf ein Neues


Jedenfalls, was Bewerbungen schreiben betrifft.

Nach einem stimmungsmäßig ziemlich vergeigten Tag bin ich heute Abend doch noch mal in mich gegangen und habe versucht, den ganzen Ärger mit etwas mehr Abstand zu sehen.

Ich fange damit an, die Hindernisse zu beseitigen, auf die ich selbst Einfluss nehmen kann.

Erstmal habe ich Dampf abgelassen und dafür eine fürs innere Gleichgewicht notwendige mail abgeschickt:

„danke für Ihre Nachricht, die ich nach meinem heutigen Anruf in Ihrer Praxis nach fast 4 Wochen von Ihnen erhalten habe.
Selbstverständlich ist es jedem Arbeitgeber selbst überlassen, wie er den Umgang mit seinen (wenn auch nur potentiellen) Mitarbeitern gestaltet.
Sich erst auf Nachfragen des Bewerbers überhaupt zu einer Antwort an diesen durchzuringen, drückt nach meiner Auffassung keinerlei Wertschätzung dem Bewerber gegenüber aus und ist schlicht unhöflich.
So viel Respekt hat jeder Mensch verdient; ganz unabhängig davon, ob er Ihrem Anforderungsprofil entspricht oder nicht.“
Danach ging es mir schon ein bißchen besser.
Dann den Schreibtisch aufgeräumt, wodurch der Überblick einigermaßen wieder hergestellt wurde, und anschließend ein Nickerchen gehalten. Das hat mir wirklich gutgetan, denn danach war ich ausgeruht und fühlte mich nicht mehr so kraftlos. Mein liebster Freund hat mir noch geholfen, alle Unterlagen auf eine kleinere Größe zu reduzieren, so dass es nicht mehr so ein Kraftakt ist, sie durch die schmale Internet-Leitung zu quetschen. Es muss ja alles über die 7 Berge zu den 7 Zwergen geschickt werden und geht mit weniger und leichterem Gepäck etwas einfacher vonstatten. Schließlich ein leckeres Essen gekocht, die Katze gekrault, und danach sah die Welt wieder etwas freundlicher aus.

In dieser Stimmung von heute Nachmittag, als ich mich nur noch wütend, traurig und mutlos fühlte, verlor ich jede Lust dazu, nach dem Besuch beim Arbeitsamt noch schwimmen zu gehen, was ich ja eigentlich vorhatte. Dadurch bekommt diese ganze Sache noch so viel mehr Macht und bläht sich überdimensional groß auf. Daneben verschwinden dann so viele Dinge, die mir guttun, die mich aufbauen und freuen. Und die brauche ich, und nicht die Ignoranz von irgendwelchen Vollpfosten.

Die mitfühlenden Kommentare haben auch geholfen, dass ich mich jetzt wieder besser fühle. Danke euch allen!

 

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Über grenzgebiete

Ich bin vor Anfang 2011 von Berlin nach Bayern gezogen und noch nicht sicher, ob das eine gute Idee war. Update: so allmählich ruckelt es sich hier ein ...... und gefällt mir immer besser! Gelegentliches Heimweh nach Berlin inclusive. Update II: seit Dezember 2015 lebe ich wieder in Berlin......das Heimweh war stärker.....
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Eine Antwort zu Auf ein Neues

  1. Birgit schreibt:

    Hallo liebe Ulrike,

    nimm einfach, die Mailadresse, die WP mit dem Kommentar mitsendet/mitsenden sollte…

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