Ruhe im Karton


……. kehrt jetzt hoffentlich bald mal ein. Seit Mitte November ist ein einziges Auf und Ab und Hin und Her. Erst die 1. OP, dann wieder ein fieser Husten, weshalb die 2. OP verschoben werden musste. Am 12.12.war es dann aber soweit. Ich muss sagen, dass ich mich zwar nicht gerade darauf freute, aber auf der anderen Seite froh war, dass ich es dann endlich hinter mir hatte. Es ist auch alles gut gelaufen.

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Aber bekanntlich ist es ja so, dass es schöner wär, wenns schöner wär.

In meinem Fall heißt “schöner”: wenn sie mir nicht während der OP-Lagerung den Tibialis-Nerv eingeklemmt hätten – was ich wegen der Narkose erst hinterher merkte, und das sehr schmerzhaft. Der rechte Unterschenkel war für eine Woche komplett taub, verbunden mit einem ausgesprochen nervenden (harhar) Prickelgefühl, so wie ein richtig fest eingeschlafener Fuß sich anfühlt. Der eben eine Woche lang nicht aufwachte. Beim Gehen zieht immer noch ein fieser Schmerz durch die Wade, aber die Sensibilität ist inzwischen immerhin zu 90 % wieder da. Dafür hat sich irgendwas entzündet, weshalb ich nun ein fest gewickeltes, ziemlich geschwollenes Bein mein eigen nenne. Zur Krönung darf ich mir morgens und abends ein Anti-Thrombosemittel spritzen…….

Ich habe aber das Gefühl, es ist schon eine Winzigkeit besser geworden.

Interessant waren die Tage in der Klinik aber trotzdem. Die Palette reichte von wirklich schlimm erkälteten Schwestern, die unverdrossen Dienst schoben bis zum brummeligen Anästhesisten, der sich in aufmunternden Bemerkungen zu meinen “schlechten Venen” erging (“die Nodel gehd bei eahna ned nei, naaa, des gehd gorned nei, doo ah ned, naa, i kriags ned eini”), bis es ihm dann doch noch gelang, mir einen Zugang zu legen und schließlich in Tiefschlaf zu befördern. Das Aufwachen war dann nicht ganz so schön…….siehe oben.

Das Frühstück war ganz ok, ist aber auf dem Foto nicht mehr zu sehen, weil ich es gleich nach Lieferung hungrig verputzt habe. Kein Wunder nach 30 Stunden Fasten vor und nach der OP……

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Auch sehr schön: die Werbung für Darmkrebsvorsorge. In Bayern wird daran anschließend Bier gereicht, alkoholfreies immerhin.

Was es nicht alles gibt!

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Nun hab ich fast alles überstanden und freue mich, dass ich wieder zuhause herum humpeln kann.

Und Kaffee trinken kann, der auch nach Kaffee schmeckt. Mit Lebkuchen. Ha!

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Mein Bericht vom Krankenbett geht jetzt zum Samstagskaffee bei ninjassieben.

Ich wünsch uns allen  Gesundheit und Schmerzfreiheit!

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Über grenzgebiete

Ich bin vor Anfang 2011 von Berlin nach Bayern gezogen und noch nicht sicher, ob das eine gute Idee war. Update: so allmählich ruckelt es sich hier ein ...... und gefällt mir immer besser! Gelegentliches Heimweh nach Berlin inclusive. Update II: seit Dezember 2015 lebe ich wieder in Berlin......das Heimweh war stärker.....
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3 Antworten zu Ruhe im Karton

  1. Regula schreibt:

    Gute Besserung! Meine besten Wünsche zu dir. Regula

  2. Ilse schreibt:

    Mei bist du tapfer!! Die Geschichte wäre zum Schreien komisch wenn’s nicht so furchtbar wäre. Und das Darmkrebsvorsogeplakat ist ja der Fund des Jahres.
    Ich wünsch dir schöne schmerzfreie Feiertage und viel Ruhe im Karton! Liebe Grüße von Ilse

    • grenzgebiete schreibt:

      Och, inzwischen siegt wieder der Humor bei mir. Aber zwischendurch hab ich schon gebrüllt und geheult. Vor Wut und Schmerz.
      Darmkrebsvorsorge rocks! 🙂
      Ich wünsch dir auch gemütliche Weihnachtstage und schicke dir liebe Grüße!

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