Berlin, die Zweite


Ich bin wieder zurück, und trotzdem ist vieles hier ziemlich neu für mich oder fühlt sich wenigstens so an.

Ich ertappe mich öfter mal bei Vergleichen mit Bayern …… bei der Masse der Graffitis, dem achtlosen Umgang mit Müll auf den Straßen, der Pampigkeit vieler Busfahrer und einiger Mitbürger*innen, dem vielen Verkehr, den überfüllten U-Bahnwaggons…….ABER: ich fühle mich auch wohl hier, und ich merke, es ist doch mehr *meine"* Stadt als ich früher dachte und wie ich es früher empfand. Ich freue mich darüber, mich hier gut auszukennen, mich im ÖPNV zurecht zu finden, und auf vertraute Sitten und Gebräuche zu stoßen (auch wenn sie mir oft missfallen), hat auch manchmal etwas Schönes, weil Vertrautes. Es macht das Ankommen müheloser. Und es gibt mir Sicherheit und Orientierung.

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Dass ich das so erleichternd finde, zeigt mir, dass es mir manchmal in Bayern gefehlt hat, und ich es dort manchmal anstrengend und verunsichernd fand, mir dort vieles mehr oder weniger mühsam erarbeiten zu müssen. Ich genieße es jetzt, so oft auf Bekanntes und Vertrautes zurückgreifen oder daran anknüpfen zu können. Auch wenn hier manches ganz schön angeschrammelt und rau und bei weitem nicht so idyllisch ist wie im Süden der Republik.

Die Weihnachtsplätzchen gab es dieses Jahr erst nach Weihnachten:

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Zu Sylvester gab es Rugelach nach Oma und Bella:

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Geht ganz einfach, die Füllungen sind tausendfach variabel (ich hatte Nusscreme und gehackte Nüsse zuhause), und sie schmecken absolut köstlich!

Das Rezept ist auf Ilses Blog 356 days zu finden. Supereinfach und superlecker!

Außer ein bisschen herum- und einräumen ist hier nicht viel passiert, denn schon seit Weihnachten schleppe ich eine saublöde Bronchitis mit mir herum, die sich als ganz schön hartnäckig entpuppte. In der Weihnachtswoche blieb ich stumm, meine Stimme war weg. Es war also tatsächlich eine sehr Stille Nacht.

Die ärztlich verordnete Zwangspause in dieser Woche tut mir aber nach anfänglichem Sträuben doch gut: ich erhole mich und habe tatsächlich ein großes Ruhebedürfnis nach all dem Gerödel mit Arbeits- und Wohnungssuche, Abschied, Packen und Umzug, dem Arbeitsbeginn und dem Ankommen in Berlin. Letzteres tue ich gerade. Und nächste Woche geht dann der Alltag richtig los. Darauf freue ich mich tatsächlich!

Bis dahin genieße ich den Blick vom Sofa auf den Hitchcock-Himmel zur blauen Stunde:

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Über grenzgebiete

Ich bin vor Anfang 2011 von Berlin nach Bayern gezogen und noch nicht sicher, ob das eine gute Idee war. Update: so allmählich ruckelt es sich hier ein ...... und gefällt mir immer besser! Gelegentliches Heimweh nach Berlin inclusive. Update II: seit Dezember 2015 lebe ich wieder in Berlin......das Heimweh war stärker.....
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Eine Antwort zu Berlin, die Zweite

  1. Ilse schreibt:

    Das ist aber ein schöner Blick aus deinem Fenster – und auch noch Schnee! Wir hatten ungefähr 2 Stunden Schnee, jetzt schüttet es und ist grässlich.
    Krank waren wir auch alle…
    Deine Rugelach sehen toll aus! Weiterhin gutes Eingewöhnen in Berlin wünscht dir die Ilse!

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